Wurzelspitzenresektion (WSR) Erfahrungsbericht
Die Konsequenz: Wurzelspitzenresektion (Die andere Option wäre Ziehen gewesen). Bis zur OP musste ich aber noch eine Woche warten und in dieser Zeit Antibiotika schlucken, damit die Entzündung etwas zurückgeht. Ja und dann gings zum Kieferchirurgen, denn eine WSR macht der Zahnarzt nicht. Der hat dann erst mal so eine Rundum-Röntgenaufnahme von meinem Kiefer gemacht. Dann gabs eine Betäubungsspritze, aber eine ganz schön saftige, da war die ganze Seite danach taub. Die Operation ging relativ schnell: in einer viertel Stunde hat der das Zahnfleisch aufgeschnitten und von dem Zahn was von unten weggefräst. Das war auch gar nicht schmerzhaft, der Betäubung sei Dank.
Nach der eigentlichen Wurzelspitzenresektion hab ich so eine komische Plastikschiene über das obere Gebiss gestülpt bekommen (davor hatten sie da einen Gummiabdruck genommen), weil der direkt in den Gaumen reingeschnitten hatte und der ja jetzt geschützt werden musste. Das Ding ging fast bis in den Rachen hinter und ich musste es zwei Tage durchgehend drin haben. Mit ner Kompresse wurde noch etwas gekühlt und dann konnte ich gehen. Zum Glück hab ich starke Schmerztabletten verschrieben bekommen, denn als die Betäubung nachgelassen hat, haben die Schmerzen so richtig zugeschlagen. Zwei Tage konnte ich nur flüssige Nahrung zu mir nehmen und wegen der Plastikschiene konnte ich auch nur ziemlich schlecht reden. Die Schmerzen waren innerhalb einer Woche vorbei, aber der Gaumen hat sich lange taub angefühlt. Da ist wohl ein Nerv durchtrennt worden und der brauchte einige Zeit um wieder zusammenzuwachsen. Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis alles wieder im Normalzustand war. |
