Tollwut ErfahrungsberichtTollwut? – Unmöglich! – Das dachte ich auch.
Am nächsten Tag stellte ich fest, dass ich eine leichte Wunde (wohl ein Biss) an meinem Arm hatte. Den hatte ich gar nicht gespürt. Er hat ausgesehen wie ein kleiner Kratzer, also warum sollte ich beunruhigt sein? Ich hatte den Biss schon fast vergessen, als mich ca. einen Monat später eine vermeintliche Grippe erwischte. Also bin ich zum Arzt. Dort erwähnte ich nebenbei mein Erlebnis mit der Fledermaus. Mein Arzt geriet beinahe in Panik und erklärte mir, dass ich mir eventuell Tollwut eingefangen hätte, denn grippeähnliche Anzeichen seien die ersten Symptome, die Tollwut auslöse. Die Inkubationszeit betrage zwischen einem und drei Monaten. Daraufhin hat er mir eine Speichelprobe entnommen, die eingeschickt wurde und deren Ergebnis positiv war. Die Behandlung wurde auch gleich in die Wege geleitet, wobei mir auch gesagt wurde, dass meine Chancen 50:50 seien. Sechs oder sieben Wochen wurde ich mit aktivem und passivem Impfstoff behandelt. Dabei wurden die Abstände immer größer (zwei Tage, vier Tage, eine Woche …). Behandelbar ist das Virus solange, bis es sich durch die Nervenkanäle ins Rückenmark vorgearbeitet hat. In der Zeit hatte ich Horrorszenarien vor Augen: Ich sah mich mit schäumendem Mund, wie mich Wasser anekelt und das Sonnenlicht ein echtes Problem für mich würde, denn das sind Symptome von Tollwut, wenn sie ausgebrochen ist. Gott sei Dank ist es nicht soweit gekommen, die Impfung hat bei mir angeschlagen. Diesen Tollwut-Erfahrungsbericht hat uns freundlicherweise Martin zugeschickt. Vielen Dank, dass wir ihn hier veröffentlichen dürfen! |
