Migräne ErfahrungsberichtAngefangen hat’s wie ich so 14-15 war. Da ging das los mit der Migräne. Die läuft bei mir folgendermaßen ab: zuerst mal hab ich einen Sichtausfall. Der ist so ein Flimmern, wie der „Schnee“ im Fernsehen, wenn ein Sender nicht gefunden wird. Erst flimmert nur ein kleiner Punkt der immer größer wird, bis er fast das gesamte Gesichtsfeld einnimmt. Das dauert so in etwa eine Stunde. Wenn alles flimmert, dann hört es innerhalb von Sekunden auf. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass der Migräneanfall vorbei ist.
In den ersten Behandlungen hat mir der Arzt Schmerztabletten oder Schmerzsäfte verabreicht, die mich komplett betäubt haben. Da war der Kopfschmerz noch da, ich hab ihn nur nicht gespürt, weil ich durch die heftigen Medikamente so gut wie im Delirium war. Was alles Auslöser für meine Migräne ist, kann ich nicht so genau sagen, allerdings hab ich festgestellt, dass häufige hell-dunkel Wechsel (z.B. vom Tageslicht in einen Lagerraum) dazu beitragen. Heute erkenn ich meistens frühzeitig, wenn die Migräne im Anmarsch ist, manchmal spür ich das sogar einen halben Tag davor schon. Wenn ich dann rechtzeitig, also spätestens wenn das mit dem Flimmern losgeht, das Schmerzmittel nehme, ist es vorbei, bevor es angefangen hat. Ich hab auch gemerkt, dass es zur Vorbeugung von Migräne besonders gut ist, wenn man viel Wasser trinkt. Dadurch hab ich mir wahrscheinlich schon den einen oder anderen Migräneanfall gespart. Den Migräne-Erfahrungsbericht hat Birgit freundlicherweise an uns geschickt. Herzlichen Dank, dass wir ihn veröffentlichen dürfen! |
